Weinbau in Bach a.d. Donau PDF Drucken

regensburger weinbaugebiet

Informationen zur Geschichte des Weinbaus in den Gemeinden zwischen Regensburg und Wörth a. d. Donau erhalten Sie durch „Anklicken“ der jeweiligen Gemeinden in der Karte. Wörth a.d. Donau Wiesent Kruckenberg Bach a.d. Donau Donaustauf Tegernheim Tegernheim Donaustauf Bach a. d. Donau Wiesent Wörth a.d. Donau

Seit dem 8. Jahrhundert wird in der Umgebung von Bach schon Weinbau betrieben. Hier wohnen auch die zähesten Baierwein-Winzer, die in den schlimmen Frostjahren 1956/57 nicht aufgaben, als der Weinbau an der Donau auszusterben drohte.

Vom Weinbau geprägt
16_bachersb.jpg Der Weinbau prägte über Jahrhunderte das Dorf. In einem Salbuch (Grundstücksverzeichnis) von 1385 sind 27 Weingärten, 11 Neugereute sowie 5 Biethäuser (Presshäuser) aufgeführt. Der Ort Bach gehörte früher zur „Herrschaft Stauff“, einem Besitz des Hochstiftes Regensburg. Um 1400 hatte die Stadt Regensburg Bach als Lehen inne. Dabei konnte sie im Jahre 1397 einen Weinertrag von 23 Fudern, 17 ½ Eimern und 3 Näpf verbuchen. Das waren ca. 48.000 Liter Wein. Ab 1486 war Bach an die Wittelsbacher Herzöge verpfändet. In dieser Zeit wurde auch hier ein Weinmeisteramt errichtet. Der Weinmeister hatte die Aufgabe, die Weinzierln (Winzer) bei der Bewirtschaftung ihrer Weinbergslehen zu beaufsichtigen.

Im Urkataster von Bach, um 1840 erstellt, sind 41 Winzerfamilien aufgeführt, die zusammen ca. 12 Hektar Rebfläche bewirtschaften. 25 Weinbergslagen werden dabei genannt. Am bekanntesten davon ist der „Sauberg“ am östlichen Dorfrand.

Ein Naturbursche
Der hier wachsende Baierwein genoss lange Zeit keinen besonders guten Ruf. Ein Reisender bemerkte einmal, er stünde „in allzu enger Verwandtschaft zum Essig“. Auch als „Dreimännerwein“ war er verschrieen und beim Bau des Frauenzeller Kirchturms soll er wegen seiner „zusammenziehenden Wirkung“ sogar zum Mörtelmachen verwendet worden sein. Damals war hauptsächlich der spätreife und meist säurebetonte Weiße Elbling, der sog. „Hierländer“ im Anbau.

Heute ist der Bacher Wein eine gefragte, gebietstypische Spezialität. Er wird von den wenigen verbliebenen Winzern meist in eigenen Weinstuben ausgeschenkt.

Bei soviel Weinbautradition ist es eine besondere Fügung des Schicksals, dass hier das einzige Biethaus (Presshaus) mit einer funktionsfähigen Baumpresse aus dem Jahre 1615 erhalten blieb. Das war der ideale Ort für das Baierwein-Museum.