Weinbau in Kruckenberg

regensburger weinbaugebiet

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Weinbau in Kruckenberg
10_bischofsweinberg.jpg Kruckenberg gehört zu den ältesten Weinbauorten Bayerns. Um das Jahr 700 schenkte der Bayernherzog Theodo dem Kloster St. Peter in Salzburg zwei Weingärten „im Donaugau an ebendiesem Strom, im Ort Chruchunperck“. Da hier ununterbrochen Weinbau betrieben wurde, kann Kruckenberg auf 1.300 Jahre Weinbautradition zurückblicken. Und noch heutzutage trägt der Regensburger Landwein hier die Kurzbezeichnung „Kruckenberger“.

Wegen seines Säurereichtums genoss der „Kruckenberger“ lange Zeit keinen guten Ruf. Früher sollen hier nachts um 12.00 Uhr die Glocken geläutet worden sein, dass die Leute aufwachten um sich umzudrehen, damit ihnen der saure Wein nicht die Magenwand durchfrisst. Aber es gab auch andere Stimmen: Als der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. bei einem Besuch des Fürsten von Thurn und Taxis Regensburger Wein vorgesetzt bekam, fand er diesen „vortrefflich“. Der Weiße Elbling, an der Donau auch „Hierländer“ genannt, war über Jahrhunderte die Hauptsorte. Als spätreifende und damit meist säurereiche Sorte dürfte er viel zum „guten Ruf“ des Baierweins beigetragen haben. Heute steht die Rebsorte Müller-Thurgau im Vordergrund, eine frühreife Sorte, die alljährlich ansprechende Weine hervorbringt.

Die Kruckenberger Weinberge lagen früher hauptsächlich im Besitz des Hochstifts und des Domkapitels Regensburg. Bis 1970 wurde der Ertrag des Bischofsweinberges in der bischöflichen Weinkellerei in Straubing ausgebaut und auch als Messwein vertrieben. Aber auch das Regensburger Schottenkloster sowie Regensburger und Chamer Bürger besaßen hier Weinberge. Heute schenken die wenigen verbliebenen Winzer ihren „Kruckenberger“ meist in der eigenen Weinstube aus.

Die Rebflächen, in der Flur „Vogelherd“ gelegen, sind sehr steil, die Hangneigung beträgt meist über 50 %. Nur gut geländegängige Winzer können sich hier bei der Weinbergsarbeit auf den Beinen halten. Der Lohn dafür ist die höhere Sonneneinstrahlung am Steilhang, die der Qualität zugute kommt.

Weinbau wurde früher auch im Nachbarort Wiesent betrieben, hauptsächlich am „Hermannsberg“. Erste sichere Quellen dazu weisen in das Jahr 1100. Überliefert sind auch die Weinerträge des Wiesenter Pfarrers, im Jahre 1585 z.B. 50 Eimer Zehentwein (1 Eimer = ca. 53 Liter) und 100 Eimer selbst gebauten. Das sind immerhin 8.000 Lite