| Erweiterungsbau für das Baierweinmuseum eingeweiht |
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Am Freitag, den 25. April 2008 segnete Pfarrer Wimmer im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Bürger das erweiterte Baierweinmuseum. In seiner Ansprache wies Bürgermeister Josef Peutler zuerst darauf hin, dass bereits in den Jahren 1995 - 1998 mit einem enormen Kostenaufwand in Höhe von 650.000 DM das aus dem Jahre 1367 stammende, ehemalige Presshäusl generalsaniert und zum Baierweinmuseum umgebaut wurde. Durch diese Maßnahme konnte ein wertvolles Kulturgut erhalten werden. Die Gemeinde Bach wurde um eine Attraktion reicher und ist damit das sog. Zentrum der Baierweinregion geworden. Fast auf den Tag genau vor 10 Jahren fand die Weihe und feierliche Eröffnung des Baierweinmuseums statt. 10 Jahre danach kann der prächtige Erweiterungsbau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bereits im Jahre 1997, schon während der Ummbauarbeiten, wurde ein Förderverein gegründet mit dem Ziel, das Museum zu betreiben. Der Verein zählt zwischenzeitlich über 200 Mitglieder und hat in den zurückliegenden Jahren den Gemeindeweinberg und den Museumsbetrieb in hervorragender Art und Weise betreut. Der größte Wunsch war, den Weinausbau und die gesammelten Exponate den mittlerweile sehr zahlreichen Besuchern zu präsentieren. Weil dies in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht möglich war, sollte ein Erweiterungsgebäude auf dem Weinberggelände entstehen. Eine Realisierung dieses Vorhabens schien erst möglich, als Herr Landrat Mirbeth im Jahr 2003 den betroffenen Gemeinden mitteilte, dass die nördlich der Donau gelegene Region des Landkreises in das EU-Förderprogramm LEADER+ aufgenommen wurde. Als eine der ersten Gemeinden stellte die Gemeinde Bach an die „Lokale Aktionsgruppe Regensburger Vorwald-Jura“ einen Antrag für die touristische Aufwertung des kleinsten Weinbaugebietes. In diesen Antrag waren auch die Nachbargemeinden Tegernheim und Wiesent sowie der Markt Donaustauf und die Stadt Wörth a.d.Donau eingebunden. Schließlich einigte man sich darauf, zwei getrennte Anträge für die touristische Aufwertung des kleinsten Weinanbaugebietes und für die Erweiterung des Baierweinmuseums zu stellen. Beide Anträge wurden bewilligt und in das Förderprogramm aufgenommen. Bereits Mitte des Jahres 2005 war das erste Förderprojekt zur Zufriedenheit aller Beteiligten in die Wirklichkeit umgesetzt. Das bei weitem größere und bedeutendere zweite Projekt, die Erweiterung des Baierweinmuseums, war erst gesichert, als am 02. Juni 2006 Herr Staatsminister Josef Miller die Gemeinde mit seinem Besuch beehrte und den Zuwendungsbescheid aus dem LEADER+ Programm in Höhe von 140.000 € überreichte. Darüber hinaus waren der Kulturfond Bayern mit einem Betrag von 70.000 €, der Bezirk Oberpfalz mit 11.500 €, das Bayer. Landesamt für nichtstaatliche Museen mit 14.000 € und die Bayer. Landesstiftung mit 8.000 € beteiligt. Von der Raiffeisenbank Donaustauf-Sünching und der Schulze-Delitsch-Stiftung wurden 10.000 € an Fördergeldern zur Verfügung gestellt. Einen nicht unwesentlichen Beitrag an finanzieller Unterstützung hat die Gemeinde auch vom Förderverein „Baierweinmuseum“ erhalten. Die enormen freiwilligen Arbeitsleistungen nicht eingerechnet, wurde vom Verein ein Zuschuss in Höhe von 50.000 € zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Peutler sprach weiter davon, dass man die hervorragende persönliche und finanzielle Unterstützung durch Landrat Herbert Mirbeth nicht außer Acht lassen darf. Durch seine guten Kontakte zu den einzelnen Ministerien und Bereitstellung eines Betrages von 62.000 € war die Umsetzung der Maßnahme letztlich erst möglich geworden. Am 22.10.2006 fand der erste Spatenstich statt. Bis Ende des Jahres 2006 konnte aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen noch das komplette Untergeschoss erstellt werden. Im Laufe des Jahres 2007 wurden alle noch erforderlichen Gewerke zur Fertigstellung des Gebäudes vergeben und baulich umgesetzt. Anfang 2008 konnte nach der Fertigstellung aller baulichen Anlagen mit der Umsetzung des Museumskonzeptes begonnen werden. Bürgermeister Peutler bedankte sich bei allen Zuwendungsgebern recht herzlich, besonders bei dem verantwortlichen Architekten, Herrn Naumann und allen am Bau beteiligten Firmen sowie bei Herrn Dr. Paukner für die Ausarbeitung und Umsetzung des Museumskonzeptes. Er dankte auch dem LEADER-Manager Herrn Pilz und der LAG-Vorsitzenden Frau Sojer-Falter für die konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit besonders. Für die vielen freiwillig geleisteten Stunden dankte er Herrn Theodor Häußler stellvertretend für den gesamten Förderverein. Sein besonderer Dank ging an die Landtagsabgeordnete Silvia Stierstorfer und nicht zuletzt an Herrn Landrat Mirbeth, den er in den zurückliegenden 6 Jahren als Politiker kennen und schätzen gelernt habe. Er gelangte zu der festen Überzeugung, dass der Landrat kein Mann von leeren Versprechungen ist, sondern seinen Worten auch Taten folgen lässt. Für die Umsetzung unserer LEADER-Projekte hat er sich weit über das normale Maß hinaus eingebracht. In seiner anschließenden Ansprache betonte Landrat Herbert Mirbeth, dass es Bürgermeister Josef Peutler geschafft habe, eine ungewöhnlich gute Finanzierung des Projektes zu erreichen. Er ging weiter auf die Entwicklung dieser „Kulturmeile“ ein und erwähnte dabei auch Donaustauf mit seiner Burg, Wiesent mit dem Schlosskeller und auch die Stadt Wörth a.d.Donau. Herr Theodor Häußler, Vorsitzender des Fördervereins Baierweinmuseum, sprach von einem großen Tag für den Verein und dankte allen, die sich für dieses Museum engagieren. Architekt Günter Naumann stellte das Projekt vor und wies darauf hin, dass man sich bereits vor 10 Jahren abgesichert habe, dass der Erweiterungsbau auch genehmigungsfähig sei. Er überreichte an Bürgermeister Peutler einen großen Schlüssel, der mit einem Weintraubenblatt verziert war. Bei einem gemütlichen Beisammensein, bei dem man natürlich auch Wein aus dem Weinberg der Gemeinde ausschenkte, klang die Einweihungsfeier aus. |

